Wie maskiert man beim Sandstrahlen

Wie maskiert man beim Sandstrahlen?

Beim Sandstrahlen werden alle Bereiche, die nicht gestrahlt werden sollen, mit widerstandsfähigen Materialien wie Klebeband (Gewebeband), Gummi, Folie oder speziellen Maskierungsmassen abgedeckt. Wichtig ist, dass das Maskierungsmaterial dem hohen Druck und der abrasiven Wirkung des Strahlmittels standhält, ohne sich zu lösen oder Rückstände zu hinterlassen.


Warum ist Maskieren beim Sandstrahlen wichtig?

GrundErklärung
MaterialschutzVerhindert Beschädigung empfindlicher Bauteile (Gummidichtungen, Glas, Verchromtes)
PräzisionErmöglicht das gezielte Strahlen einzelner Bereiche
ZeitersparnisVermeidet Nacharbeiten durch versehentlich gestrahlte Flächen
KostenersparnisSchont Bauteile, die sonst ersetzt werden müssten

Geeignete Maskierungsmaterialien im Überblick für Sandstrahlen

MaterialEigenschaftenEinsatzbereich
Sandstrahlband (Gewebeband)Extra dick, hochabriebfest, meist mehrlagigKanten, Gewinde, Löcher, kleine Flächen
Gummiabdeckungen/-stopfenFlexibel, wiederverwendbarBohrungen, Gewindelöcher, Anschlüsse
Dicke Folie (mehrlagig)Kostengünstig, für großflächige AbdeckungGroße, ebene Flächen
Maskierlack/-masse (abziehbar)Flüssig aufgetragen, härtet aus, lässt sich rückstandsfrei abziehenKomplexe Formen, Vertiefungen
Metallabdeckungen/-schablonenExtrem widerstandsfähig, wiederverwendbarIndustrielle Serienanwendungen
Schrauben/Stopfen aus KunststoffFür Gewinde und BohrungenSchutz von Gewinden vor Beschädigung

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Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Maskieren

1. Bauteil gründlich reinigen

Vor dem Maskieren muss die Oberfläche fett- und staubfrei sein, damit das Klebeband richtig haftet.

2. Empfindliche Bereiche identifizieren

Typische Bereiche, die maskiert werden müssen:

  • Gewinde und Bohrungen
  • Dichtflächen
  • Lager- und Anschlussstellen
  • Typenschilder
  • Gummi- und Kunststoffteile
  • Glasflächen (z. B. bei Fahrzeugen)

3. Mehrlagig kleben

Bei stark beanspruchten Stellen (z. B. Kanten, auf die direkt gestrahlt wird) empfiehlt sich das Aufbringen von zwei bis drei Lagen Klebeband, da die erste Schicht durch den Strahldruck schnell durchschlagen werden kann.

4. Kanten sauber andrücken

Alle Ränder des Klebebandes müssen fest angedrückt werden, damit kein Strahlmittel darunter gelangen kann.

5. Bohrungen und Gewinde verschließen

Hier eignen sich spezielle Gummistopfen oder Schrauben, um ein Eindringen von Strahlmittel in Gewindegänge zu verhindern.

6. Testlauf mit reduziertem Druck

Bei empfindlichen oder komplexen Maskierungen empfiehlt sich ein kurzer Test mit reduziertem Strahldruck, um die Haltbarkeit der Maskierung zu prüfen, bevor mit vollem Druck gearbeitet wird.

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FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Maskieren bei Sandstrahlen

Welches Klebeband eignet sich am besten zum Sandstrahlen?

Speziell entwickeltes Sandstrahlband (auch Blast-Tape genannt) mit hoher Dicke und starker Klebkraft ist ideal, da es dem Druck und Abrieb standhält.

Kann ich normales Malerkrepp zum Maskieren verwenden?

Nein, normales Malerkrepp ist zu dünn und reißt sofort durch – es bietet keinen ausreichenden Schutz.

Wie maskiert man runde oder komplexe Formen?

Für komplexe Geometrien eignet sich abziehbare Maskierlack/-masse, die flüssig aufgetragen wird und sich exakt der Form anpasst.

Wie verhindere ich, dass Strahlmittel in Gewinde gelangt?

Gewinde sollten mit passenden Kunststoffschrauben, Gummistopfen oder speziellem Gewindeband verschlossen werden.

Kann man Maskierband mehrfach verwenden?

Nein, in der Regel ist Sandstrahlband nach dem Strahlvorgang beschädigt und muss durch neues Material ersetzt werden.

Wie entferne ich Maskierband nach dem Strahlen rückstandsfrei?

Das Band langsam und in einem gleichmäßigen Winkel abziehen. Kleberreste lassen sich mit speziellem Reiniger oder Isopropanol entfernen.

Was mache ich, wenn keine spezielle Maskierungsmasse verfügbar ist?

Als Alternative können mehrere Lagen dicken Klebebands sowie zusätzliche Abdeckungen aus Gummi oder Kunststoff kombiniert werden, um ähnliche Schutzwirkung zu erzielen.

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